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01.07.2019, 11:48 Uhr

Schulwegekonzept sollte um die Thematik "Elterntaxis" erweitert werden

Antrag der CDU Fraktion

Vom Ratsmitglied Christian Krop und CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Claus Cieciera wurden zuvor intensive Gespräche mit den Fachbereichsleitern Stadtplanung und Bauen (Herrn Baier) und Jugend und Schule (Herrn Portong) geführt. Hierbei wurde festgehalten, dass das vorhandene Schulwegekonzept um die Thematik „Elterntaxis“ erweitert werden sollte. 

Ferner herrschte Einigkeit darüber, dass man die Problematik sehr individuell betrachten muss, wenn man geeignete Lösungen finden will. Da ergeben sich z.B. aus Elternsicht ganz unterschiedliche Motivationslagen, wenn man nach Schulformen differenziert. Geht es bei den Grundschülern zumeist um Sicherheitsaspekte, herrschen bei älteren Schülern oft andere Themen, wie Comfort, Zeitersparnis, o.ä. vor.

Zudem muss die jeweilige Lage und das verkehrstechnische  Umfeld der Schule Berücksichtigung finden. Anhand von hilfreichen Veröffentlichungen einschlägiger Verkehrsverbände, wurden Beispiele für gute Lösungsansätze analysiert. Einer davon ist z.B. die Einrichtung sogenannter „Kiss-and-ride“-Zonen oder auch Elternhaltestellen, die in angemessener Entfernung der Schule dazu beitragen, den Bring- und Holverkehr in unmittelbarer Nähe zur Schule zu minimieren und die damit verbundenen Gefährdungspotenziale zu senken. Hierzu gibt es in Lemgo bereits positive Beispiele. Andere Möglichkeiten sind bestimmte Sicherungsmaßnahmen auf festgelegten Routen, vornehmlich für die jüngeren Kinder oder auch die Optimierung von Radwegen, Schaffung von sicheren Abstellplätzen für die zunehmende Zahl von neuen Fortbewegungsmitteln wie z.B. E-Scooter, etc. sowie die Überprüfung der Einsatzzeiten und Kapazitäten des ÖPNV.
 
Welche Maßnahmen schlussendlich umgesetzt werden, sollen schulspezifische Arbeitskreise unter Beteiligung von Schulleitung, Eltern- und Schülervertretern, Polizei, Stadtverwaltung und ggf. externen Fachleuten erarbeiten und über die Fachbereiche der Politik vorschlagen. Nicht unbedeutende Nebeneffekte all dieser Maßnahmen sind positive Auswirkungen auf körperliche Fitness der Schüler, erhöhtes Konzentrationsvermögen und gestärktes Sozialverhalten. Ferner handelt es sich nicht zuletzt auch um einen praktischen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, der jeden Tag aufs Neue geleistet werden kann!